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Ev.-Luth. Kirchengemeinde Tarp

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Ev. Versöhnungskirche


Alte Straße, 24963 Tarp

Sehenswürdigkeiten

Entstehung und Gestaltung der ev. Versöhnungskirche zu Tarp

Die Eingangstür

Die Lobback-Orgel

Das Kruzifix

Erläuterungen zum Buntglasfenster

„Die leuchtenden Tauf-Sterne“

Entstehung und Gestaltung der ev. Versöhnungskirche zu Tarp

Wer über die Entstehungsgeschichte der ev. Versöhnungskirche zu Tarp etwas erfahren möchte, trifft auf viele Quellen. Sowohl Schriftliche als auch vor allem Lebendige, denn manche Mütter und Väter dieser Kirche sind ja noch unter uns und können hinsichtlich der Entstehung unserer Kirche in Tarp noch manches erzählen. Zur Erinnerung daran haben wir die Gründungsurkunde im Eingangsbereich der Kirche aufgehängt. Diese Urkunde gibt im wesentlichen die Gründe an, die zum Bau der neuen Kirche führten. Das schnelle Wachsen der Gemeinde in den 60iger Jahren führte schließlich dazu, dass die Bugenhagenkapelle zu klein wurde und der Ruf nach einem größeren Gotteshaus in der Gemeinde größer wurde.

Am 27. Juni 1970 wurde nach einem längeren öffentlichen Architektenwettbewerb der Grundstein für die neue evangelische Kirche in Tarp unmittelbar am schönen Treenetal gelegt. Das Architektenbüro „Flache und Hansen“ wurde mit dem Neubau beauftragt. Im Oktober 1970 konnte bereits Richtfest gefeiert werden und am Heilig Abend 1970 wurde die neue Kirche bereits genutzt. Am 07. Februar 1971 wurde die feierliche Einweihung im Gottesdienst um 10.00 Uhr durch Herrn Bischof Alfred Petersen aus Schleswig vorgenommen, und die Festpredigt hielt Herr Propst Steenbock aus Flensburg.

Die Eingangstür

Seitdem 10jährigen Kirchweihfest 1981 wird die Tarper Kirche „Versöhnungskirche“ genannt. Kennzeichnend für den inneren Gesamteindruck der Kirche ist das helle Sichtmauerwerk sowie die Verkleidung des Daches aus Holz. Von außen ist die Kirchentür ein charakteristisches Zeichen der Tarper Kirche. Hier wird besonders deutlich, dass Ende der 60iger und Anfang der 70iger Jahre die Bindung zur Tradition "bewusst" in Frage gestellt wurde. Modern sein war „in", wenngleich die Tarper Kirchentür damals sehr kontrovers diskutiert wurde. Der Künstler J.-H. Bierzunski lässt dem damaligen Gemeindepastor Klaus Overarth in einem Brief im Juli 1971 an seine Gedanken zur Kirchentür teilnehmen:

„Bei der Tür zu Ihrer Kirche nun ist von mir versucht worden, ein mögliches Vorstellungsmodell Gottes zu schaffen, nämlich Gott als Phänomen eigener Ordnung und Gesetzmäßigkeit, - Ausschnitt aus einem größeren Ganzen, in diesem Fall momentan und partiell erfasst, aber in sich gültig – jede Linie dort und Farbe bezieht sich auf eine nächste und vorletzte, die Farben bedingen sich und kontrastieren zugleich, alle Teile – jedes für sich schon autonom – wirken für die Gesamterscheinung zusammen --- also der Gottesbegriff der Ordnung und eines sinnvoll geordneten Ensembles ... dies als Memorial für den, der durch diese Tür in die Kirche eintritt, auch eindringt (gedanklich) ... vielleicht für Sie ein vom Autor autorisierter Diskussionsbeitrag für die gutwilligen Diskutanten, die hinter dieser Tür einen theologischen Bezug suchen (berechtigt aus der Sicht des Gläubigen) und ihn finden sollen --- sonst wäre dieses Kunstwerk an diesem Ort zu diesem Zweck auch aus meiner Sicht verfehlt.“

Die Orgel in der ev. Versöhnungskirche zu Tarp

Mitte der achtziger Jahre beschloss der damalige Kirchenvorstand den Bau einer neuen Orgel. Hierzu wurde ein Orgelbauverein unter dem Vorsitz des ehemaligen Rektors der Tarper Schule und Kirchenvorstehers Herrn Werner Ohmsen gegründet. 180 Vereinsmitglieder und viele Förderer zählten dazu und innerhalb einer kurzen Zeitspanne von nur vier Jahren konnte der Orgelbauverein einen beträchtlichen Anteil von 100.000 DM von insgesamt 260.000 DM zum Orgelneubau beitragen. Gebaut wurde die Tarper Orgel in der Werkstatt von Orgelbaumeister Christian Lobback (Neuendeich bei Uetersen) und wurde im Juli 1989 in der Kirche aufgestellt.

Der damalige Orgelsachverständige der NEK Herr Immo Wesnigk führte seinerzeit über die Orgel aus:

Die Kirchengemeinde Tarp darf sich sehr freuen, nun endlich hat sie eine neue Orgel in ihrer aparten Kirche, die als ein würdiges Instrument bezeichnet werden muss. Sie ist würdig, in den Gottesdiensten zu erklingen, durch sie kann ein weiter Bereich der für den Gottesdienst geschaffenen Orgelliteratur charaktervoll lebendig werden, sie ist sowohl in klanglicher Hinsicht wie auch in optischer Hinsicht extra für diesen Kirchenraum geschaffen worden und bildet ein die Raumatmosphäre wirkungsvoll mitgestaltendes Element."

Vorteilhaft für den Bau der Orgel war der zweckmäßig zur Verfügung stehende Raum auf der Empore, der auch genügend Höhe aufweist, um das Instrument technisch und optisch günstig zu entwerfen und zu konstruieren, so fügt es sich nun hoch anfragend in die schräg zum First strebende Kirchendecke harmonisch ein. Das Gehäuse ist aus dauerhaftem Eichenholz, massiv und in lang bewährter Handwerksmanier hergestellt worden, so dass diese Bauweise das »Arbeiten« des Holzes kompensieren kann. Es ist als „tragendes Gehäuse“ entworfen worden, das bedeutet, dass es außer seiner Schutzfunktion für das Orgelwerk und seiner den Klang beeinflussenden Funktion auch noch für den technischen Zusammenbau der Orgelteile eine wichtige verbindende statische Funktion besitzt. Das Gehäuse trägt in seiner Schauseite, dem Prospekt, die Pfeifen des wichtigsten Registers, des Prinzipals 8‘. hierbei ist als Besonderheit zu erwähnen, dass von der Mitte des Tonumfanges, ab c‘, zum Diskant hin jeder Ton zwei etwa gleiche Pfeifen besitzt. Diese Bauweise gibt dem Klang mehr Tragfähigkeit und einen gewissen vokalen Charakter.

Der größte Teil des Pfeifenwerkes befindet sich innerhalb des Orgelgehäuses in zwei Ebenen angeordnet. Hinter den Prospektpfeifen, in der oberen Ebene, befindet sich das so genannte Hauptwerk und das Pedalwerk. Diese beiden Teilwerke der Orgel stehen auf einer gemeinsamen (zweiteiligen) Windlade, die nach dem Prinzip der »durchschobenen Windlade« gebaut ist.

Die Register des Hauptwerkes sind folgende:

Prinzipal 8‘ (im Prospekt sichtbare Zinnpfeifen)

Gedackt 8‘ aus Metall mit 25 % Zinnanteil, der Rest ist Blei

Oktave 4‘ 60 % Zinn

Gedacktflöte 4‘ 25 % Zinn

Quinte 2 2/3‘ 60 % Zinn

Gemshorn 2‘ 60 % Zinn

Terz 1 3/5‘ 90% Zinn

Mixtur 4fach 1 1/3‘ 90 % Zinn

Trompete 8‘ 60 % Zinn

Das ergibt 704 verschiedene Pfeifen im vom unteren Manual aus angespielten Hauptwerk.
Der Tonumfang der Manuale reicht von C bis g³.

Das Pedalwerk hat vier selbständige Register:

Subbaß 16‘ aus Holz (Whitewood)

Gedackt 8‘ 25 % Zinn

Nachthorn 4‘ (konisch) 40 % Zinn

Fagott 16‘ Becher aus Holz (Whitewood)

dazu zwei aus dem Hauptwerk entlehnte Register (Transmissionen):

Prinzipal 8‘

Trompete 8‘

Die Pedalklaviatur hat einen Umfang von C bis f 1 , demnach besitzt das Pedalwerk 120 (große) Pfeifen.

Auf der unteren Ebene befindet sich das Brustwerk., dessen 441 Pfeifen hinter dem Gitterwerk über dem Notenpult eingebaut sind. Dieses Brustwerk (d.h. fast in Brusthöhe des Organisten angeordnet) bildet klanglich - und auch räumlich - einen Gegensatz zum Hauptwerk, während bei diesem ein größeres Klangvolumen in aller Farbigkeit vorherrschend ist, finden sich im Brustwerk die trotz vieler Helligkeit und Farbigkeit zarteren, verhalteneren Stimmen, die zum Klang des Hauptwerkes ein kammermusikalisches, delikates Gegenüber bilden.

Die Register des Brustwerkes sind folgende:

Gedackt 8‘

Salicional 8‘

aus Eichenholz, zart flötig klingend

ab G 60 % Zinn, C-Fis mit Ged. 8‘
zusammengeführt, zart streichend klingend

Rohrflöte 4‘

Prinzipal 2‘

40 % Zinn, liehlich und hell-flötig klingend

90 % Zinn, suhstanzvoll mild-hell klingend

Terz 1 3/5´

Nasat 1 1/3‘

90 % Zinn, zwei im hellen Klangbereich deutlich

färbende Register

Oktävlein 1‘

Vox humana 8‘

90 % Zinn, gibt Glanzlichter auf die verschiedenen Registermischungen

60 % Zinn, charaktervolle Zungenstimme, deren Klangfarbe tatsächlich etwas an eine naturhafte (etwas kehlige) Singstimme erinnert.

 

Die Vox humana wirkt gut mit dem hinzugezogenen Tremulanten.

Tremulanten („Vibrato“) sind in beiden Manualwerken vorhanden und beleben den Orgelton bei den in beiden Werken möglichen vielfältigen Soloregistrierungen. Die Klangwirkung des Brustwerkes kann durch hinter dem Gitterwerk verborgene Jalousieklappen gedämpft werden. So kann z.B. die Vox humana ihren Gesang auch mit einem Crescendo oder Decrescendo hören lassen.

Die hier gemachte Dispositionsangabe der Orgel und die kurze Beschreibung der Klangeigenschaften einiger Register zeigen wohl auch dem fachlich noch nicht informierten Leser dieser Zeilen, welche vielseitige Klangvariationen diese Orgel durch die Mischung der einzelnen Register in den verschiedensten Kombinationen miteinander wohl zu bieten hat.

Dank der äußerst qualitätsvollen Arbeit des Orgelbaumeisters Christian Lobback und seiner Mitarbeiter ist die beabsichtigte Möglichkeit zur vielfältigen Gestaltung von Orgelmusik sowohl durch die Klangqualität des Pfeifenwerkes als auch im technischen Bereich dieser Orgel, vornehmlich der Spielmechanik, die ein sensibel artikulierendes Orgelspiel gestattet, geschaffen worden.

Möge diese schöne Orgel immer den Wind haben, der ihre Pfeifen recht erklingen lässt, möge die Gemeinde immer genug Atem haben, um mit dieser schönen Orgel zu singen, möge in diesem Singen und Klingen immer Gottes Geist wehen, damit dieses Singen und Klingen ehrlich loben, danken und trösten kann!

Das Kruzifix in der ev. Versöhnungskirche zu Tarp

Schon seit Anfang 1998 hängt in unserer Versöhnungskirche zu Tarp an der Altarwandseite ein neues Kruzifix. Der waagerechte (130 cm x 11 cm) und der senkrechte Querbalken (245 cm x 11 cm) besteht aus einem hellen Eschenholz, während die Seitenteile aus Eiche gestaltet wurden. Die darauf liegenden Eichenholzelemente sind lasiert worden, um sie vom ganzen farblich abzuheben.

Die Gestaltung des Kreuzes entsprang ursprünglich einer Idee unseres ehemaligen Kirchenvorstehers Detlef Knutzen aus Tarp sowie des Bildhauers Tim Wunderlich aus Schwansen, welcher vom Kirchenvorstand auch beauftragt wurde, das Kunstwerk für unsere Kirche anzufertigen. Meiner Meinung nach fügt sich das Kruzifix hervorragend in das Gesamtbild unserer Kirche ein und stellt zugleich einen markanten sichtbaren Mittelpunkt an der Altarwandseite her. Wir haben uns natürlich gefreut, dass seine sorgfältig durchgeführte Arbeit in unserer Gemeinde Anerkennung gefunden hat.

Dennoch fragen sich manche Gottes- und Kirchenbesucher: „Was will der Künstler eigentlich zum Ausdruck bringen?"

Zum einen ist das schlichte Kreuz durch das helle Eschenholz deutlich hervorgehoben worden, andererseits rufen die beiden gestalteten Seitenelemente beim näheren Betrachten Fragen nach der Bedeutung hervor. Eine klare Antwort bleibt offen und dies ist auch gewollt. Denn so werden wir beim Betrachten des Gesamten eingeladen, uns in die Dimension des Kreuzes als zentrales Symbol unseres christlichen Glaubens zu vertiefen. Das ist ja auch besonders das Thema in der Passionszeit, in der wir über den Sinn des Leidens und Sterbens Jesu Christi für unser Leben nachsinnen.

Als christliche Gemeinde bekennen wir, dass Christus für uns gestorben ist, wie es einem Vers aus dem Johannes-Evangelium (3,16) heißt:

,,Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen ein geborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben."

Zugleich bekennen wir, dass Gott den Gekreuzigten nach drei Tagen auferstehen lässt, was wir in unseren Gemeinden am Ostertag fröhlich feiern. Karfreitag und Ostern gehören also untrennbar zusammen und dieses Geschehen eröffnet unserem Leben einen Sinn angesichts von Leid und Tod. Für mich wird nun diese hoffnungsvolle Dimension unseres Glaubens symbolisch in den beiden eingearbeiteten „Fenstern" in den Seitenelementen unseres Kreuzes in der Versöhnungskirche angedeutet, die uns in die Tiefe unseres Daseins blicken lassen.

Pastor Bernd Neitzel

Erläuterungen zum Buntglasfenster in der ev. Versöhnungskirche zu Tarp

Liebe Gemeinde

In den 90iger Jahren hatten die Damen und Herren des Kirchenvorstandes der ev-luth. Kirchengemeinde Tarp darüber beraten, wie das Dreieckfenster (240 cm hoch und 420 cm breit) im Westgiebel der Versöhnungskirche neu gestaltet werden kann.

Mit der Zielvorgabe, die schlichte Altarwandseite der Kirche künstlerisch aufzuwerten sowie einen erkennbaren theologischen Bezug herzustellen, wurde schließlich für die Sitzung des Kirchenvorstandes im Februar 1998 der Künstler Herr Ulrich Lindow aus Schobüll beauftragt, einen Entwurf vorzustellen.

Bereits der erste Entwurf des Künstlers fand die Zustimmung des Kirchenvorstandes und auf seine Empfehlung wurde die renommierte Glasfirma DERIX aus Taunusstein beauftragt, die handwerklichen Ausführungen zu übernehmen.

Im September 1998 war es dann soweit. Das neue Buntglasfenster an der Altarwandseite unserer Versöhnungskirche wurde installiert und in einem Gottesdienst von Herrn Lindow der Gemeinde vorgestellt. Grundlage der Darstellung des Buntglasfensters sind Verse aus der Offenbarung des Johannes 1, 4-6:

Dort heißt es:

4) Johannes an die sieben Gemeinden in der Provinz Asien: Gnade sei mit euch und Friede von dem, der da ist und der da war und der da kommt, und von den sieben Geistern, die vor seinem Thron sind,

5) und von Jesus Christus, welcher ist der treue Zeuge, der Erstgeborene von den Toten und Herr über die Könige auf Erden! Ihm, der uns liebt und uns erlöst hat von unsern Sonden mit seinem Blut

6) und uns zu Königen und Priestern gemacht hat vor Gott, seinem Vater, ihm sei Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.

Folgende Erläuterungen hat der Künstler zu seinem Werk gegeben:

,,Ich habe versucht den Segensspruch aus Offbg. 1, 4-6, in dem Gott-Vater als Thronender umgeben von den sieben Erzengel beschrieben wird, in ein farbiges Glasbild umzusetzen. In der Gestaltung und Farbigkeit sollen die Größe und die Feierlichkeit der Johannesworte deutlich werden."

Die Fenster sind in ihren Flächen harmonisch aufgeteilt. Die Mitte bildet ein Viereck. Die Innenfläche wird durch drei helle wellenförmige Säulen bestimmt, die von entsprechenden blauen Feldern gerahmt sind. Sie symbolisieren das hebräische Wort für Himmel („Schamajim“ = dort, wo die Wasser sind). Das blaue Farbfeld ist von sonnengelben Feldern eingefasst. In den seitlichen und im oberen Feld sind, umgeben von einer hellen Aura, drei rote Engelsfiguren dargestellt. Diese drei stehen für die namentlich bezeichneten Erzengel: Raphael, Michael und Gabriel. Die vier weiteren Engel bilden eine Basis unter dem blauen Himmelsfeld.

„Ich denke, dass durch die klare grafische Aufteilung die Schönheit des Bibelbildes verdeutlicht werden kann. Für die Anfertigung der Fenster sind mundgeblasene Echt-Antikglaser verwendet worden. Diese Gläser wurden in einem ursprünglichen und aufwendigen Verfahren handgefertigt. Sie zeichnen sich durch besondere Leuchtkraft und hochwertige Qualität aus. Die einzelnen Gläser sind von mir ausgewählt, nach angefertigten Schablonen zugeschnitten und anschließend in vorgearbeitete Stahlrahmen eingepasst worden. Anschließend wurden die einzelnen Scheiben durch Bleistege miteinander verbunden und verlötet.“ (Ulrich Lindow)

Nach diesen Ausführungen entfachte in der Gemeinde eine rege Diskussion über das neue Kunstwerk in unserer Versöhnungskirche; aber einig waren sich alle mit den Worten des Künstlers, ,,dass dieses Bild ein würdiger und zugleich froher Abschluss in der Spitze der Altarwandseite ist, zumal sich die Darstellung ikonografisch und liturgisch in die Kirche einfügt und gleichzeitig einen strahlenden Akzent in dem eher zurückhaltenden Innenraum der Kirche bildet“.

Pastor Bernd Neitzel

„Die leuchtenden Tauf-Sterne"-
in der ev. Versöhnungskirche zu Tarp

Sicherlich haben Sie die leuchtenden Sterne vorn am Altar in unserer Kirche vor Augen, die an einem Haselnusszweig hängen. Für jeden Stern steht ein kleines und großes „Taufkind", d.h. jedes „Taufkind" erhält während der Tauffeier einen „leuchtenden Stern", auf welchem der Name, Geburts- und Taufdatum sowie der Taufvers aufgeschrieben wird. Vor allem von den kleinen Kindern werden sogar schöne Fotos aufgeklebt. Dann hängt der Stern noch eine Weile am Zweig in unserer Kirche und zwar ein ganzes Kirchenjahr lang. So haben wir unsere „Taufkinder" noch eine zeitlang in der Kirche, damit auch andere an der Freude teilnehmen können, die im Namen des dreieinigen Gottes die Heilige Taufe empfangen haben und in die Gemeinschaft der Christenheit auf Erden aufgenommen worden sind.

Im Laufe eines jeden folgenden Kirchenjahres werden wir alle Getauften und deren Familien zu einem Familiengottesdienst wieder in die Kirche herzlich einladen. In dieser Feierstunde wollen wir die „leuchtenden Sterne" wieder persönlich übereichen, so dass diese zum Beispiel im Kinderzimmer aufgehängt werden können bzw. zur Erinnerung ins Familienbuch oder Taufurkunde hineingelegt werden. Denn es heißt bereits in einem Psalm (147, 4) „Gott zählt die Sterne und nennt sie alle mit Namen" und in dem bekannten Kinderlied heißt es „Weißt du, wie viel Sternlein stehen an dem blauen Himmelszelt? Gott, der Herr, hat sie gezählet, dass ihm auch nicht eines fehlet".

Herzliche Grüße, Gemeindepastor Bernd Neitzel

Stand: 20.01.2014