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Ev.-Luth. Kirchengemeinde Tarp

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Gedenktafel für die Bugenhagenkapelle


Foto: Vor der ehemaligen Bugenhagenkapelle, dem jetzigen Bürgerhaus, gibt es eine neue Gedenktafel. Bei der Vorstellung dabei v. l. Thomas Freudenstein (Edelstahlbau), Thomas Beyer (Designer), Peter Hopfstock (Bürgermeister), Heino Thomsen (Gemeindearbeiter), Holger Hesse (Archiv), Heinrich Carstensen (Archiv), Pastor Bernd Neitzel.

Als Tarp noch unter 1.000 Einwohner hatte, als die Dorfstraße noch nicht asphaltiert war, da gingen vor etwa 65 Jahren die Tarper Christen noch in Oeversee zur Kirche. Durch Flüchtlinge waren in der Nachkriegszeit zahlreiche Bürger hinzu gekommen. „Wir sollten eine eigene Kirche haben“, so der damals langgehegte Wunsch. Zwischen 1955 und 1970 war dies dann die „Bugenhagenkapelle“, bevor die 1971 neu gebaute Versöhnungskirche die Christen aufnahm. Jetzt erinnert eine Gedenktafel an den geschichtlichen Verlauf des ersten Tarper Gotteshauses.

Am 23. September 1952 beschloss der Oeverseer Kirchenvorstand, dass in Tarp ein neues Gemeindehaus für die damals 900 Seelen erstellt werden sollte. Am 28. November 1953 erfolgte die Grundsteinlegung, am 31. März 1954 war Richtfest, am 21. August 1955 folgten der Weihgottesdienst und die Schlüsselübergabe. Am 4. Mai 1958 gab es die Orgelweihe und die Namensgebung zur „Bugenhagenkapelle“.

1967 wurde die „ev.-luth. Kirchgemeinde Tarp“ gegründet. Am 27. Juni 1970 wurde der Grundstein für eine neue Kirche in Tarp gelegt, der Ort und die Einwohnerzahl hatten sich stark vergrößert. Am 7. Februar 1971 erfolgte der Einweihungsgottesdienst zur neuen Versöhnungskirche. Seit 1972 gehört die nach Erstellung der neuen Kirche entweiht und die ehemalige Bugenhagenkapelle wurde von der kommunalen Gemeinde Tarp übernommen. Seitdem wird sie als Bürgerhaus für kulturelle Veranstaltungen genutzt und beherbergt das Archiv.

All diese Informationen sind auf einer Tafel zu lesen, die jetzt im Beisein des Initiators und Gemeindepastors Bernd Neitzel dem Bürgermeister Peter Hopfstock, dem Gestalter Thomas Beyer und Thomas Freudenstein Edelstahlbau, dem Gemeindearbeiter Heino Thomsen und den Archivmitarbeitern Holger Hesse und Heinrich Carstensen vorgestellt wurde.

Schnell gaben die älteren Bürger noch ein paar Erinnerungen zum Besten: „Als wir 1956 als erster Jahrgang hier konfirmiert wurden, mussten wir noch in den Keller und mit Kohlen heizen“, erinnert sich Horst Rönnebeck. Zuerst sei es immer sehr kalt gewesen. Wenn die Kohlen erst mal Feuer gefangen hatten, dann wurde es heiß. Heute ist das Bürgerhaus an die Heizung der Schule angeschlossen.

Die damals genutzte Kleinorgel mit 459 Pfeifen wurde mit in die Versöhnungskirche übernommen. Da diese für das vielfach größere neue Gotteshaus zu klein war, erbarmte sich ein „Orgelbauverein“ unter der Leitung des damaligen Schulleiters Werner Ohmsen und sammelte Geld. Unter anderem wurde die alten Orgelpfeifen an Privatpersonen meistbietend verkauft. Insgesamt sind 1983 mehr als 50.000 Euro zusammen gekommen, mit denen eine neue Orgel finanziert wurde.

Der Name „Bugenhagen“ kommt übrigens vom Reformator Johann Bugenhagen. Dieser wurde anlässlich seines 400. Todestages geehrt. Weil dieser aus dem östlichen Teil Deutschland stammt und es hier zahlreiche Flüchtlinge aus dieser Gegend gab, sollte dies ein wenig Heimatgefühl bringen, erklärt Pastor Neitzel.

Am Sonntag um 10 Uhr wir der Gedenkstein der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Posaunenchor wird dabei mitwirken. Im Anschluss daran ist eine Andacht mit Gemeindeversammlung im jetzigen Bürgerhaus.

10.2014

 

Ev.-Luth. Bugenhagenkapelle zu Tarp (1955 - 1970)

 

23. Sept. 1952 Beschluss des Oeverseer Kirchenvorstandes:
Neubau eines Gemeindehauses in Tarp –
denn die Ortschaft hatte damals bereits 900 Seelen.
 
28. Nov. 1953 Grundsteinlegung durch Architekt Dipl-Ing. Weddig, bei Kiel.
 
31. März 1954 Richtfestfeier des neuen Gemeindehauses.
 
21. Aug. 1955 15:00 Uhr, Weihgottesdienst und Schlüsselübergabe
an Bischof Wester, Schleswig.
 
11. März 1956 Erster Konfirmationsjahrgang feiert im neuen Gemeindehaus
Konfirmation in Tarp.
 
4. Mai 1958 Orgelweihe und Namensgebung.
(Sonntag Kantate) Das neue Gemeindehaus heißt seitdem „Bugenhagen-KapeIle“
anlässlich des 400. Todesjahres des Reformators Johann Bugenhagen
(„Dr. Pommeranus“).

Die Kleinorgel in der Kapelle hatte 459 Pfeifen und wurde
von der Orgelfirma F. Kemper & Sohn, Lübeck, erbaut.
 
1967 Gründung der ev.-luth. Kirchengemeinde Tarp
(vorher Kirchspiel Oeversee zugehörig).
 
27. Juni 1970 Grundsteinlegung einer neuen Kirche in Tarp.
 
7. Februar 1971 Einweihungsgottesdienst der neuen ev.-luth. Versöhnungskirche Tarp
durch Bischof Alfred Petersen, Schleswig.
 
Seit 1972 Die Kommunalgemeinde Tarp erwirbt die Bugenhagenkapelle.
Sie wird seitdem für kulturelle Veranstaltungen genutzt
und wurde zum „Bürgerhaus“ umbenannt.
 

Schlüsselübergabe <--  Feierliche Schlüsselübergabe durch Architekt Wedding
Die Weihepredigt durch Bischof Wester  --> Weihepredigt
Der Chorraum <--  Der Chorraum der Bugenhagenkapelle
Das heutige Bürgerhaus (1972)  --> Das heutige Bürgerhaus (1972)

 

Konzept und Text: Pastor Bernd Neitzel

Gestaltung: Thomas Bayer / N. Hoffmann

Fotos: Aus der Chronik der Kirchengemeinde Tarp (1974)

 

07.2014

Stand: 21.07.2014